Hochzeit unter der Lupe – Teil I

Was eine Hochzeit ist, das weiß wohl jedes Kind. Doch kaum jemand weiß, welche Fakten sich hinter dem romantischen Begriff der Eheschließung verbergen und welch kolossale Veränderungen sich im Laufe der Jahrtausende in Punkto Hochzeit ergeben haben. Auch aus dem Bereich der Tradition findet man beim Nachschlagen im Duden unter dem Begriff Hochzeit lediglich das, was ohnehin schon seit dem Kindesalter bekannt ist: Als Hochzeit wird das Fest der Eheschließung bezeichnet.

Amüsante Tradition
Wussten Sie, dass der klassische Junggesellenabschied auf die Spartaner zurückgeht? Schon sie verabschiedeten mit einem berauschenden Fest das freie Junggesellenleben.

Den Hochzeitskuchen kannten schon die alten Römer. Die Braut durfte fleißig Kuchen essen, sollte er ihr doch dadurch die Fruchtbarkeit gut gesonnen sein.

Eine Spinne im Brautkleid zu finden ist zwar für viele kein besonders angenehmes Erlebnis, allerdings besagt das possierliche Tierchen dem Brautpaar eine glückliche Ehe!

Böse Geister vertreibt das Brautpaar ganz schnell, wenn der Bräutigam seine Frischvermählte über die Türschwelle des Hauses trägt.

In England gilt es als verpönt, an einem Samstag den Bund der Ehe zu schließen, denn das bringt Unglück. Mit Vorliebe wird am Mittwoch geheiratet, der beste Tag für die Ehe überhaupt.

Besonders gut haben es Brautpaare in Nordafrika. Hier wird nach dem Hochzeitsfest eine Woche lang für das junge Paar gekocht, damit sie sich gebührend von den strapaziösen Feierlichkeiten erholen können.

Etwas ruppiger geht es in einigen Ländern zu, wenn vor der Kirche mit Kulinarischem geworfen wird. Anstatt dem üblichen Reis, wird das Brautpaar mit Erbsen beworfen, um den Eheleuten das nötige Glück mit auf den Weg zu geben.

Eine schöne Tradition ist das Pflanzen eines Baumes zur Hochzeit. In den Niederlanden symbolisiert diese Geste die Fruchtbarkeit des Paares und soll ihm einen reichen Kindersegen bescheren.

Etwas unbequem für die Braut wird es in Schweden, hier legt sich die junge Braut in den linken Schuh eine Silbermünze ihrer Mutter, der rechte Brautschuh wird mit einer Goldmünze vom Vater bestückt.

Wie es eine alte Hochzeitsweisheit besagt, muss, sofern die jüngere Schwester vor der älteren heiratet, die noch unverheiratete Schwester barfuss auf der Hochzeit tanzen, damit auch ihr das Eheglück hold wird.

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