Stoffe fürs Brautkleid

Nicht nur in Punkto Schnitt unterscheiden sich Brautkleider voneinander, auch die verwendeten Stoffe sind von einer verwirrenden Vielfalt und machen den Bräuten bei der Auswahl des Hochzeitskleides oftmals das Leben schwer. Soll das Brautkleid in dezentem Glanz erstrahlen oder die Trägerin mit einer ganz besonderen Weichheit verwöhnen, lieber steif fallen oder mit Leichtigkeit die Bewegungen der Braut umspielen? Wir verhelfen Ihnen mit der folgenden Übersicht der gängigen Stoffe für Brautkleider zu einem klaren Durchblick und zeigen Ihnen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Materialien auf!

Als Ausgangsmaterial für fast alle Kleiderstoffe, so auch für das Brautkleid, steht die Seide. Entweder aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen oder künstlich hergestellt, wird durch die verschiedenen Webarten eine Stoffvielfalt geboten, die sich in ihren Charaktereigenschaften und natürlich auch im Preis voneinander unterscheiden.

Chiffon
Dieser durchsichtige Stoff ist federleicht und besticht damit durch einen ganz besonderen Tragekomfort. Aufgrund seiner Transparenz findet Chiffon jedoch nur in mehreren übereinander liegenden Lagen Verwendung. Bei Brautkleidern wird oft Chiffon im Bereich der Ärmel, bei Reifröcken oder als abschließender Überwurf für das Kleid genutzt. Da das Material sehr fein ist, erhöht sich entsprechend auch seine Empfindlichkeit und ist daher mit Vorsicht zu behandeln. Hochzeitskleid

Organza
Ähnlich wie Chiffon ist auch Organza mit einer herrlichen Leichtigkeit, allerdings auch erheblich steifer ausgestattet, obschon wesentlich weniger empfindlich wie das Chiffon und damit sehr für Brautkleider zu empfehlen. Für leichte Röcke oder als Ärmelbedeckung sieht Organza daher besonders schick aus und verzaubert zusätzlich mit einem dezenten Glanz.

Samt
Fest und schwer kommt Samt daher. An der Oberfläche entsteht beim Samt ein verfilzter Charakter, wobei die Unterseite von glatte Beschaffenheit ist. Besonders für Brautkleider, die ein wenig der historischen Optik entsprechen sollen, ist Samt bestens geeignet. Durch seine feste Verwebung ist der Stoff sehr dicht und eignet sich darüber hinaus sehr gut für die kühlere Jahreszeit.

Satin
Satin zählt zu den Klassikern unter den Stoffen für Brautkleider. Die Außenseite ist von seidigem Glanz, kein Wunder, wird er doch auf der Grundlage von Seide hergestellt. Die günstigere Variante bildet Satin auf Polyester-Grundlage. Für die Herstellung kommen meist nur feste Garne zum Einsatz, die dann einen sehr festen und schweren Stoff hervorbringen, der mit einem gewissen Eigengewicht sehr schön fällt und sich damit gänzlich von alleine wieder glättet.

Spitze
Spitze gehört zu jedem romantischen und verspielten Brautkleid wie das Salz in die Suppe. Vornehmlich als nettes Dekorationselement findet Spitze somit als Verzierung von Brautkleidrändern Verwendung. Hergestellt wird das verspielte Material überwiegend aus Seide, Baumwolle oder Leinen und passt sich so geschickt an den übrigen Brautkleidstoff an.

Tüll
Das leichte, netzartige Gewebe dient hauptsächlich als Material für den Brautschleier. Der Stoff ansich ist dabei recht steif und kommt somit auch als Ausgangsstoff für Brautröcke in Frage, wenn diese, ähnlich einem Ballerina-Röckchen, schichtweise gestaltet sind.

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